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Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind
der Wissenschaft die Vorzüge von Lichtbestrahlung in Verbindung mit
einem Photosensibilisator (einem Stoff, der die Lichtempfindlichkeit der
Haut erhöht) und Sauerstoff bei der Behandlung von krankheitsbedingten
Hautveränderungen bekannt. Inzwischen haben diese Erkenntnisse unter
der Bezeichnung „Photodynamische Therapie“ einen festen Platz
in der Dermatologie gefunden.
Die Photodynamische Therapie (PDT) verwendet bestimmte Wellenlängen
des Lichts zur Behandlung von Krebstumoren und Krebsvorstufen. Hierbei
wird der Photosensibilisator im Tumorgewebe angereichert und dieses dann
bestrahlt. Das Zusammentreffen von Licht und Photosensibilisator führt
zur Bildung einer Art Zellgift, das die Tumorzellen zerstört.
Die ersten medizinischen Anwendungen solcher Art haben an der Haut begonnen,
z. B. bei der Behandlung von Psoriasis. Mit dem technischen Fortschritt
der Laser und Lichtleitertechnik wurden auch die inneren Organe für
Licht erreichbar, sodass auch tiefer liegende Zellen behandelt werden
können. Der Vorzug der Behandlungsmethode liegt in der geringen Belastung
des Patienten.
Häufig behandelt werden unter anderem aktinische Keratosen und das
Platten- oder Basalzellkarzinom. Um das kranke Gewebe zu entfernen und
eine Ausbreitung der Hautveränderungen zu verhindern, müssen
die veränderten Zellen gezielt zerstört werden. Die PDT ist
ein gewebeschonender Eingriff, d. h. es ist weder eine chirurgische Maßnahme
noch der Einsatz anderer aggressiver Maßnahmen notwendig. Die kosmetischen
Resultate sind im Regelfall hervorragend.
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