Hautkrebs, insbesondere der sog. »schwarze Hautkrebs« (das maligne Melanom) nimmt weltweit in bedrohlichem Maße zu.
Krebskrankheiten entstehen dadurch, dass einzelne Körperzellen sich plötzlich ohne Kontrolle teilen und vervielfältigen. Diese »bösartigen Zellen« breiten sich über die Blut- und Lymph-bahnen in den verschiedenen Organen des Körpers aus und bilden dort Absiedlungen, die sog. Metastasen.

Das maligne Melanom ist eine spezielle, besonders bösartige Form des Hautkrebses. Sie geht von den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) aus.

Größere Ansammlungen von Pigmentzellen kennt jeder Mensch an sich selbst in Form von »Muttermalen« oder »Leberflecken«. Diese sind in den meisten Fällen harmlos, können sich jedoch im Verlauf von Jahren in bösartige Melanome umwandeln.

Vorsorgeuntersuchungen als besondere Vorsichtsmaßnahme sind sinnvoll, wenn folgende Vorbelastungen gegeben – einzeln oder in Kombination – sind:

1.
2.
3.

Schutz vor Hautkrebs bietet die regelmäßige Kontrolle, das sog. »Hautkrebsscreening«, durch den Hautarzt. Wenn er frühzeitig erkannt wird, hat der Patient bei initialem Hautkrebs eine fast 100%ige Heilungschance. Erkennt man es zu spät, ist das Melanom eine der gefährlichsten Krebserkrankungen. Mehr als 90% der Hautkrebs-Todesfälle gehen zu Lasten des malignen Melanoms. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland bisher ca. 2000 Menschen an dieser Erkrankung. Trotz verstärkter Aufklärung nimmt die Zahl der Neuerkrankungen jährlich zu.
Ihr Hautarzt hat deshalb ein spezielles Hautkrebs-Früherkennungsprogramm entwickelt.

Dieses umfasst:

die Inspektion des gesamten Hautorgans zur Früherkennung von Hautkrebs und dessen Vorstufen
eine auflichtmikroskopische Untersuchung (Dermatoskopie) verdächtiger Hautveränderungen
die Dokumentation kontrollbedürftiger Muttermale
die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils
die Beratung zur Prävention (Lichtschutzmaßnahmen)

Insbesondere bei risikobehafteten Patienten und beim Vorliegen verdächtiger Veränderungen hat sich in jüngster Zeit die computerfotografische Dokumentation von Leberflecken (Pigmentmalen) bewährt.

Der zuverlässigen Untersuchung von Muttermalen und damit der Prophylaxe des schwarzen Hautkrebses dient heute die digitale Videodokumentation. Per elektronischer Kamera wird von der Haut ein genauer Katalog von Pigmentmalen angefertigt. Er umfasst Übersichtsaufnahmen, die elektronisch gespeichert werden. Muttermale, die aus hautärztlicher Sicht kontrollbedürftig sind, werden zusätzlich mikroskopisch erfasst und ebenfalls digital aufgenommen und elektronisch gespeichert.

Die aus der Weltraumtechnologie übernommene Oberflächenanalyse kommt fast einer feingeweblichen Untersuchung eines herausgeschnittenen Pigmentmales gleich. Die elektronische Erfassung des Hautbildes ermöglicht bei den Kontrolluntersuchungen den objektiven und präzisen Vergleich früherer und aktueller Befunde. Da durch diesen Einsatz dieser Technik eine genauere Diagnostik ermöglicht wird, kann in vielen Fällen auf die Operation von Muttermalen verzichtet werden.